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sackzahl

Dämmstoff berechnen: Plattenzahl und U-Wert nach Wärmeleitstufe

Dämmdicke und Dämmwirkung hängen über eine einzige Zahl zusammen: den Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit. Er steht nicht auf der Verpackung – dort steht der Nennwert, und der fällt je nach Produkt bis zu fünf Prozent günstiger aus.

Bruttofläche des Bauteils. Fenster- und Türlaibungen werden separat gedämmt und sind hier nicht enthalten.

Bauteil

Wärmestrom waagerecht: R_si 0,13 · R_se 0,04 m²K/W. Höchstwert 0,24 W/(m²·K).

Der beste λ-Wert unter den EPS-Platten hier und als einzige auch für Innendämmung (WI) freigegeben. Das Merkblatt nennt allerdings keine Dickenliste, sondern verweist auf das Produktprogramm.

Der Rechner prüft die Dicke gegen das Lieferprogramm des Merkblatts und rechnet nicht auf eine andere Dicke um.

Optional. Der Wärmedurchlasswiderstand der bestehenden Wand ohne Dämmung – er steht im U-Wert-Nachweis. Bleibt das Feld auf 0, liegt der ausgegebene U-Wert auf der sicheren Seite.

Planungsannahme für Zuschnitt an Ecken, Laibungen und Anschlüssen – kein Herstellerwert. Bei vielen Öffnungen eher 10 %.

Klebemörtel

Das einzige hier hinterlegte Klebermerkblatt, das nach Dämmstoffart staffelt: Mineralwolle braucht rund ein Drittel mehr Kleber als EPS, weil die offene Faserstruktur Mörtel aufnimmt.

Platten kaufen210× 1.000 × 500 mmZur Liste ↓

Platten kaufen

210× 1.000 × 500 mm

Sto-Dämmplatte Top32, 140 mm

U-Wert des Aufbaus
0,22W/(m²·K)
Fläche
100
Wärmeleitfähigkeit λ
0,032W/(m·K)
R der Dämmschicht
4,38m²K/W
R_T gesamt
4,55m²K/W

Das musst du kaufen

Befestigung

Mit 0,22 W/(m²·K) liegt der Aufbau unter dem Höchstwert von 0,24 W/(m²·K), den Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes für Außenwände bei Wohngebäuden nennt. Die Anforderung greift, sobald mehr als 10 Prozent der Fläche dieser Bauteilgruppe geändert werden.

Du rechnest ohne den vorhandenen Wandaufbau. Der ausgegebene U-Wert berücksichtigt damit nur Dämmschicht und Wärmeübergang – er liegt also zu hoch, das Ergebnis ist auf der sicheren Seite. Den Wärmedurchlasswiderstand des Bestands findest du im U-Wert-Nachweis; ein 36,5 cm starkes Vollziegelmauerwerk liegt erfahrungsgemäß deutlich unter 1,0 m²K/W und verschiebt das Ergebnis weniger, als die meisten erwarten.

Das Merkblatt von Sto-Dämmplatte Top32 nennt keine Dickenliste, sondern verweist auf das Produktprogramm („Plattendicken siehe Produktprogramm“). Ob 140 mm lieferbar ist, prüft der Rechner deshalb nicht – frag im Fachhandel nach, bevor du bestellst.

Auf der Verpackung steht der Nennwert λD = 0,031 W/(m·K), gerechnet wird hier mit dem Bemessungswert 0,032 W/(m·K) aus demselben Merkblatt. Mit dem Nennwert käme ein U-Wert von 0,21 W/(m²·K) heraus – schöner, aber nicht nachweisfähig.

Dübel sind hier bewusst nicht als Stückzahl je Quadratmeter ausgegeben. Sie folgen aus der Windlast, der Dübeltragfähigkeit und dem Untergrund und werden nach der Bauartgenehmigung des Systemhalters bemessen – das VDPM-Merkblatt „Dübel in WDVS“ zeigt dafür Dübelbilder mit 4, 6 und 12 Dübeln je Quadratmeter. Dübel wirken zudem als punktförmige Wärmebrücke: Ab einer bestimmten Zahl je Quadratmeter ist der U-Wert nach Uc = U + χ × n zu korrigieren.

Hintergrund und Datengrundlage

Ab hier steht, woher die Zahlen kommen: der Rechenweg mit deinen Eingaben, die Datentabellen, der Produktvergleich und die Quellen. Für die Einkaufsliste brauchst du das nicht.

So wird gerechnet

Mit deinen Eingaben eingesetzt — jeder Schritt einzeln nachrechenbar.

  1. Wärmedurchlasswiderstand der Dämmschicht4,375 m²K/W

    R = d ÷ λ

    = 140 mm ÷ 0,032 W/(m·K) = 0,14 m ÷ 0,032

    Kennwert: Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit laut Merkblatt Sto-Dämmplatte Top32

  2. Wärmedurchgangswiderstand4,545 m²K/W

    R_T = R_si + R_Bestand + R + R_se

    = 0,13 + 0 + 4,375 + 0,04

    Kennwert: R_si und R_se für Außenwand (Wärmestrom waagerecht) nach DIN EN ISO 6946

  3. Wärmedurchgangskoeffizient0,22 W/(m²·K)

    U = 1 ÷ R_T

    = 1 ÷ 4,545 m²K/W

    Kennwert: Endergebnis auf zwei Nachkommastellen gerundet – mehr Stellen gibt die Genauigkeit der Bemessungswerte nicht her.

  4. Plattenzahl210 × Platten

    aufgerundet auf ganze Einheiten: Fläche × (1 + Verschnitt) ÷ Einheitsfläche

    = 100 m² × 1,05 = 105 m² ÷ 0,5 m²

    Kennwert: 2 Platte/m² – eine Einheit Sto-Dämmplatte Top32 deckt 0,5 m² ab

  5. Klebemörtel450 kg → 18 × 25 kg

    Fläche × Verbrauch laut Merkblatt

    = 100 m² × 4,5 kg/m²

    Kennwert: 4,5 kg/m² – obere Grenze der Merkblattspanne 4–4,5 kg/m² von Sto-Baukleber für EPS

Sieben Dämmstoffe: Bemessungswert, Format und Anwendungstyp

Die erste Spalte entscheidet über die nötige Dicke, die dritte über die Stückzahl im Einkaufswagen – und beide haben nichts miteinander zu tun. Zwischen BACHL tecta-PUR 023 und Multipor TIPwall M4 liegt beim λ-Wert fast der Faktor zwei, beim Plattenformat der Faktor zwölf.

Produktλ Bemessung / NennwertMaterialFormat (Deckmaß)Anwendungstyp DIN 4108-10Merkblatt
BACHL tecta-PUR 0230,023 / 0,022PUR/PIR2400 × 1240 mm (2380 × 1220)DAD05.05.2026
Sto-Dämmplatte Top320,032 / 0,031EPS1000 × 500 mmWAP, WIRev. 13, 10/2024
HASIT EPS 035 stumpf0,035 / –EPS1000 × 500 mmWDVS-Fassadendämmplatte07.08.2026
Rockwool Coverrock X-20,035 / 0,034Steinwolle1200 × 400 mmWAP-zh, DI02/2026
Rockwool Klemmrock 0350,035 / 0,034SteinwolleRolle 1000 mm breit, 4,0–2,0 m²DZ, WH04/2025
STEICOprotect dry0,039 / 0,037Holzfaser1200 × 400 mmWAB, WAP28.07.2025
Multipor TIPwall M40,042 / 0,040Mineraldämmplatte600 × 390 mmInnendämmung Wand und Decke10/2025

λ-Werte in W/(m·K). Gerechnet wird immer mit dem Bemessungswert, nicht mit dem Nennwert λD von der Verpackung. Der Abstand zwischen beiden ist produktabhängig: Bei STEICOprotect dry sind es 0,037 gegenüber 0,039, also gut fünf Prozent – genau die Größenordnung, in der sich entscheidet, ob eine Dicke den Höchstwert einhält. HASIT nennt für EPS 035 nur λD; in Ermangelung eines ausgewiesenen Bemessungswerts rechnen wir dort mit λD. Die Kurzzeichen nach DIN 4108-10: WAP = Außendämmung der Wand unter Putz, WAB = hinter Bekleidung, WI = Innendämmung der Wand, DI = Innendämmung der Decke, DAD = Außendämmung des Daches, DZ = Dämmung zwischen den Sparren, WH = Holzrahmen- und Holztafelbauweise.

Welche Dämmdicke der Höchstwert 0,24 W/(m²·K) an der Außenwand verlangt

Durchgerechnet mit der Formel, mit der auch der Rechner oben arbeitet. Die linke Zahlenspalte ist der ungünstige Fall ohne Anrechnung des Bestands, die mittlere ein Rechenbeispiel mit einem angenommenen Bestandswiderstand von 1,0 m²K/W.

WLS / λohne Bestandmit R_Bestand = 1,0nächste 20-mm-DickeProdukt in dieser Stufe
023 (0,023)92 mm69 mm100 mmBACHL tecta-PUR 023
032 (0,032)128 mm96 mm140 mmSto-Dämmplatte Top32
035 (0,035)140 mm105 mm140 mmHASIT EPS 035, Coverrock X-2
038 (0,038)152 mm114 mm160 mm
039 (0,039)156 mm117 mm160 mmSTEICOprotect dry
040 (0,040)160 mm120 mm160 mm
042 (0,042)168 mm126 mm180 mmMultipor TIPwall M4
045 (0,045)180 mm135 mm180 mm

Rechenweg, an WLS 035 vorgeführt: Aus U ≤ 0,24 W/(m²·K) folgt R_T ≥ 1 ÷ 0,24 = 4,167 m²K/W. Davon gehen die Wärmeübergangswiderstände der Außenwand ab, R_si 0,13 und R_se 0,04, zusammen 0,17 – bleiben 3,997 m²K/W für die Dämmschicht. Mit d = R × λ ergibt das 3,997 × 0,035 = 0,1399 m, also 140 mm. Die mittlere Spalte zieht zusätzlich 1,0 m²K/W für den Bestand ab, sodass 2,997 m²K/W übrig bleiben; das ist ein gerundetes Rechenbeispiel und kein Wert für eine konkrete Wand. Die vierte Spalte rundet auf das übliche 20-mm-Raster der Lieferprogramme auf, weil 128 oder 156 mm niemand liefert.

Wärmeübergangswiderstände: warum die Kellerdecke zweimal 0,17 bekommt

R_si und R_se hängen an der Richtung des Wärmestroms – und daran, ob auf der kalten Seite Außenluft oder Raumluft steht. Bei Bauteilen im Inneren des Gebäudes wird auf beiden Seiten derselbe Wert angesetzt.

BauteilWärmestromR_siR_seSumme
Außenwandwaagerecht0,130,040,17
Decke oder geneigtes Dach unter 60° gegen Außenluftaufwärts0,100,040,14
Kellerdeckeabwärts0,170,170,34
Außenwand mit hinterlüfteter Bekleidungwaagerecht0,130,130,26
Außenwand, die an das Erdreich grenztwaagerecht0,1300,13

Werte in m²K/W. Die Summe ist die Zahl, die im Nenner der U-Wert-Formel zum Dämmwiderstand addiert wird – und der Unterschied ist nicht kosmetisch: Zwischen Außenwand (0,17) und Kellerdecke (0,34) liegen 0,17 m²K/W, an der Kellerdecke also etwa so viel wie 6 mm Dämmung der WLS 035. Bei hinterlüfteten Fassaden und beim Erdreichkontakt wird es deutlicher: Hinter der Bekleidung steht keine bewegte Außenluft, also gilt R_se = R_si; im Erdreich gibt es überhaupt keinen Übergang, dort ist R_se = 0. Geneigte Bauteile mit 60 Grad oder mehr gegen die Waagerechte werden wie Wände behandelt.

Quelle: Bundesverband Kalksandsteinindustrie, KALKSANDSTEIN Planungshandbuch, Kapitel 10 „Winterlicher Wärmeschutz“, Tafel 7 (Stand 2018-01)

Dieselben 140 Millimeter, sieben Dämmstoffe

100 m² Außenwand, 140 mm Dämmdicke, kein Bestandswiderstand angerechnet, 5 % Verschnitt. Die U-Wert-Spalte zeigt, dass die Dicke allein nichts aussagt – und die Plattenspalte, dass das Format den Einkauf bestimmt.

Bezugsfall der Tabelle: 100 m² Außenwand, 140 mm Dicke, R_Bestand = 0, Verschnitt 5 %

Produktλ BemessungR bei 140 mmU-Wert AußenwandEinheiten für 100 m² + 5 %Merkblatt
StoSto-Dämmplatte Top320,032 W/(m·K)4,38 m²K/W0,22 W/(m²·K)210 × Platte2024-10
HASITHASIT EPS 035 stumpf0,035 W/(m·K)4 m²K/W0,24 W/(m²·K)210 × Platte2026-08
RockwoolCoverrock X-2 Putzträgerplatte0,035 W/(m·K)4 m²K/W0,24 W/(m²·K)219 × Platte2026-02
RockwoolKlemmrock 0350,035 W/(m·K)4 m²K/W0,24 W/(m²·K)30 × Rolle2025-04
BACHLBACHL tecta-PUR 0230,023 W/(m·K)6,09 m²K/W0,16 W/(m²·K)37 × Element2026-05
STEICOSTEICOprotect dry (Typ L dry / 037)0,039 W/(m·K)3,59 m²K/W0,27 W/(m²·K)219 × Platte2025-07
XellaMultipor Mineraldämmplatte TIPwall M40,042 W/(m·K)3,33 m²K/W0,29 W/(m²·K)449 × Platte2025-10

Alle Werte stammen aus den verlinkten technischen Merkblättern der Hersteller. Die Spalte „Merkblatt“ nennt den Stand des jeweiligen Dokuments.

Nennwert oder Bemessungswert – die Zahl, mit der gerechnet wird

Auf jedem Dämmstoffmerkblatt stehen zwei λ-Werte übereinander. Sto schreibt für die Dämmplatte Top32 „Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD: 0,031 W/(m*K)“ und darunter „Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ: 0,032 W/(m*K)“. Rockwool nennt für Coverrock X-2 0,034 und 0,035, STEICO für protect dry sogar 0,037 gegenüber 0,039 W/(m·K) für Deutschland. Der Nennwert ist der europäisch deklarierte Prüfwert, der Bemessungswert der für den Nachweis in Deutschland maßgebliche.

Der Unterschied ist keine Formalie. Bei STEICOprotect dry mit 200 mm Dicke ergibt der Nennwert einen Wärmedurchlasswiderstand von 5,41 m²K/W, der Bemessungswert nur 5,13 – gut fünf Prozent weniger. An der Außenwand ist das der Abstand zwischen einem U-Wert von 0,18 und 0,19 W/(m²·K). Für die Frage, ob eine geplante Dicke den Höchstwert einhält, entscheidet regelmäßig genau diese Stelle hinter dem Komma.

Die Wärmeleitstufe im Produktnamen bezieht sich in der Regel auf den Bemessungswert: „Klemmrock 035“ heißt λB = 0,035 W/(m·K), obwohl das Merkblatt daneben λD = 0,034 ausweist. Wer aus dem Namen den Nennwert liest, rechnet konsequent zu gut.

Vom R-Wert zum U-Wert: was außer der Dämmung noch zähltDer Wärmedurchlasswiderstand einer Schicht ist ihre Dicke geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit: R = d ÷ λ. 140 mm einer 035er Platte ergeben 0,140 ÷ 0,035 = 4,00…

Der Wärmedurchlasswiderstand einer Schicht ist ihre Dicke geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit: R = d ÷ λ. 140 mm einer 035er Platte ergeben 0,140 ÷ 0,035 = 4,00 m²K/W. Der U-Wert ist der Kehrwert der Summe aller Widerstände, einschließlich der beiden Wärmeübergangswiderstände an den Oberflächen: U = 1 ÷ (R_si + ΣR + R_se).

  1. R der Dämmschicht aus Dicke und Bemessungswert bilden.
  2. R des vorhandenen Aufbaus addieren, sofern er aus einem Nachweis bekannt ist. Ist er es nicht, bleibt er außen vor – das Ergebnis liegt dann auf der sicheren Seite.
  3. R_si und R_se nach Bauteil ergänzen: 0,13 und 0,04 an der Außenwand, 0,10 und 0,04 am Dach, zweimal 0,17 an der Kellerdecke.
  4. Kehrwert bilden und auf zwei Nachkommastellen runden – mehr Stellen gibt die Genauigkeit der Bemessungswerte nicht her.

Der Bestand trägt weniger bei, als die meisten annehmen. Deshalb ist es kein Fehler, ihn wegzulassen: Der ausgegebene U-Wert liegt dann etwas zu hoch, und wer nach diesem Wert plant, dämmt eher zu viel als zu wenig. Umgekehrt gilt: Wer sich einen Bestandswiderstand ausdenkt, produziert eine Zahl, die keiner Prüfung standhält.

Anwendungstyp und Dübel: zwei Gründe, warum Plattenzahl nicht alles istJedes Dämmstoffmerkblatt nennt Kurzzeichen nach DIN 4108-10, und die sind eine Freigabe, keine Empfehlung. DAD steht für die Außendämmung des Daches, DZ für die D…

Jedes Dämmstoffmerkblatt nennt Kurzzeichen nach DIN 4108-10, und die sind eine Freigabe, keine Empfehlung. DAD steht für die Außendämmung des Daches, DZ für die Dämmung zwischen den Sparren, WAP für die Außendämmung der Wand unter Putz, WI für die Innendämmung der Wand, DI für die Innendämmung der Decke. Rockwool Klemmrock 035 trägt DZ und WH – wer ihn an die Außenwand rechnet, bekommt zwar einen U-Wert, aber keinen zulässigen Aufbau.

Der zweite Punkt ist der Grund, warum in der Einkaufsliste dieses Rechners keine Dübelzahl steht. Die Zahl der Dübel je Quadratmeter folgt aus der Windsoglast am konkreten Gebäude, aus der Tragfähigkeit des Dübels im vorhandenen Untergrund und aus dem Dübelbild der Bauartgenehmigung. Das VDPM-Merkblatt „Dübel in WDVS“ führt dafür Dübelbilder mit 4, 6 und 12 Dübeln je Quadratmeter auf – als Beispiel einer Traglasttabelle für einen bestimmten Mineralwolletyp, nicht als allgemeingültigen Wert.

Dübel sind außerdem punktförmige Wärmebrücken. Nach dem VDPM-Merkblatt ist der U-Wert als Uc = U + χ × n zu korrigieren, wobei χ der punktbezogene Wärmedurchgangskoeffizient eines Dübels und n die Dübelzahl je Quadratmeter ist. Erst unterhalb bestimmter Kombinationen aus χ-Wert und Dübelzahl darf die Korrektur entfallen – bei 100 bis 150 mm Dämmdicke und χ = 0,002 W/K sind das drei Dübel je Quadratmeter. Der hier ausgegebene U-Wert ist der des ungestörten Bauteils.

Typische Fehler bei der Mengenermittlung

  1. 1

    Mit dem λ-Wert von der Verpackung rechnen

    Auf der Bande steht der Nennwert λD, im Nachweis zählt der Bemessungswert. Bei STEICOprotect dry sind das 0,037 gegenüber 0,039 W/(m·K), bei Sto Top32 0,031 gegenüber 0,032. Wer den Nennwert nimmt, rechnet sich um drei bis fünf Prozent zu gut – und liegt genau dann daneben, wenn die Dicke ohnehin knapp bemessen war.

  2. 2

    Die Wärmeübergangswiderstände weglassen oder für alle Bauteile gleich ansetzen

    R_si und R_se sind an der Außenwand zusammen 0,17 m²K/W, an der Kellerdecke 0,34 – dort steht auf beiden Seiten Raumluft, also gilt zweimal 0,17. Wer an der Kellerdecke mit den Wandwerten rechnet, bekommt einen zu schlechten U-Wert; wer die Übergänge ganz weglässt, einen deutlich zu schlechten.

  3. 3

    Die Plattenzahl aus der Fläche statt aus dem Format ableiten

    Ein BACHL-Element deckt 2,90 m², eine Multipor-Platte 0,234 m². Für dieselben 100 m² sind das 35 Elemente oder 428 Platten. „Ungefähr zwei Platten pro Quadratmeter“ stimmt zufällig bei Sto Top32, HASIT EPS 035 und Coverrock X-2 – und bei sonst keinem Produkt in dieser Tabelle.

  4. 4

    Beim Klemmfilz mit einer festen Rollenfläche rechnen

    Rockwool Klemmrock 035 kommt als komprimierte Rolle, und deren Fläche sinkt mit der Dicke: 4,0 m² bei 120 mm, 3,0 m² bei 160 mm, 2,0 m² bei 240 mm. Wer die 4,0 m² der dünnen Rolle auf 240 mm überträgt, bestellt nur die Hälfte des Materials.

  5. 5

    Den Klebemörtelverbrauch vom EPS auf Mineralwolle übertragen

    Das Merkblatt von Sto-Baukleber staffelt ausdrücklich: 4,00 bis 4,50 kg/m² für EPS-Hartschaumplatten, 5,00 bis 6,00 kg/m² für Mineralwolleplatten. Das sind bis zu 33 Prozent Unterschied, weil die offene Faserstruktur Mörtel aufnimmt. Für Holzfaser- und PUR-Platten nennt dasselbe Merkblatt gar keinen Wert – dann gehört die Frage an den Systemhalter, nicht in eine Hochrechnung.

Häufige Fragen

Wie dick muss die Dämmung sein, um U ≤ 0,24 W/(m²·K) zu erreichen?

An der Außenwand ohne Anrechnung des Bestands: 92 mm bei WLS 023, 128 mm bei WLS 032, 140 mm bei WLS 035, 156 mm bei WLS 039 und 168 mm bei WLS 042. Gerechnet wird R_T ≥ 1 ÷ 0,24 = 4,167 m²K/W, davon gehen R_si 0,13 und R_se 0,04 ab, und der Rest wird mit d = R × λ in eine Dicke umgerechnet. Da Lieferprogramme im 20-mm-Raster laufen, wird in der Praxis auf 100, 140, 160 beziehungsweise 180 mm aufgerundet.

Gilt der Wert 0,24 W/(m²·K) für die Außenwand im August 2026 noch?

Ja. Das Gebäudeenergiegesetz wurde mit der Novelle vom 28.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226) zum Gebäudemodernisierungsgesetz umbenannt und tritt in dieser Fassung seit dem 29.07.2026 in Kraft. Anlage 7 nennt für Außenwände von Wohngebäuden unverändert 0,24 W/(m²·K), für Dachflächen ebenfalls 0,24 und für Decken gegen unbeheizte Räume oder Erdreich 0,30. Geändert hat sich die Fundstelle: Der Verweis auf Anlage 7 steht jetzt in § 36, der frühere § 48 ist weggefallen.

Was ist der Unterschied zwischen WLG und WLS?

Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) war die ältere Einteilung in 5er-Schritten, die Wärmeleitstufe (WLS) unterteilt in 1er-Schritten und ist heute üblich. In beiden Fällen ist die Zahl der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit mal 1000: WLS 035 bedeutet λ = 0,035 W/(m·K). Verlass dich trotzdem nicht auf die Zahl im Produktnamen, sondern lies den Bemessungswert im Merkblatt nach – bei STEICOprotect dry steht 037 im Namen, der deutsche Bemessungswert ist aber 0,039.

Wie viele Dämmplatten brauche ich pro Quadratmeter?

Das hängt allein am Format. Eine Sto-Dämmplatte Top32 mit 1000 × 500 mm deckt 0,5 m², also zwei Platten je Quadratmeter. Rockwool Coverrock X-2 mit 1200 × 400 mm liegt bei 2,08, Multipor TIPwall M4 mit 600 × 390 mm bei 4,3 Platten je Quadratmeter, und ein BACHL-Element deckt mit seiner Deckfläche von 2380 × 1220 mm allein 2,90 m² ab. Rechne immer mit der Deckfläche, wenn das Merkblatt eine nennt – die Feder liegt unter der Nachbarplatte.

Wie viele Dübel brauche ich pro Quadratmeter im WDVS?

Diese Zahl lässt sich nicht allgemein angeben, und deshalb steht sie in diesem Rechner auch nicht. Sie folgt aus der Windsoglast am Gebäude, der Dübeltragfähigkeit im vorhandenen Untergrund, der Dämmstoffart und dem Dübelbild der Bauartgenehmigung des Systemhalters. Das VDPM-Merkblatt „Dübel in WDVS“ zeigt beispielhafte Dübelbilder mit 4, 6 und 12 Dübeln je Quadratmeter – als Traglasttabelle für einen bestimmten Mineralwolletyp, nicht als Faustwert.

Muss ich Dübel im U-Wert berücksichtigen?

Ab einer bestimmten Zahl je Quadratmeter ja. Nach dem VDPM-Merkblatt lautet die Korrektur Uc = U + χ × n, wobei χ der punktbezogene Wärmedurchgangskoeffizient des Dübels ist. Unterhalb bestimmter Grenzen darf sie entfallen – bei 100 bis 150 mm Dämmdicke und χ = 0,002 W/K etwa bis drei Dübel je Quadratmeter, bei χ = 0,001 W/K bis sieben. Der von diesem Rechner ausgegebene Wert ist der U-Wert des ungestörten Bauteils.

Wie viel Klebemörtel brauche ich für die Dämmplatten?

Das hängt vom Dämmstoff ab. Sto-Baukleber nennt 4,00 bis 4,50 kg/m² für EPS-Hartschaumplatten und 5,00 bis 6,00 kg/m² für Mineralwolleplatten, Baumit StarContact KBM-FIX pauschal 3 bis 4 kg/m² zum Kleben, HASIT KOBA 4 bis 5 kg/m². Auf 100 m² sind das je nach Kombination 300 bis 600 Kilogramm, also 12 bis 24 Säcke à 25 kg. Der Armierungsmörtel kommt getrennt dazu und ist in dieser Rechnung nicht enthalten.

Warum bekomme ich mit derselben Dicke unterschiedliche U-Werte?

Weil der U-Wert an λ hängt, nicht an der Dicke. 140 mm ergeben an der Außenwand mit BACHL tecta-PUR 023 einen U-Wert von 0,16 W/(m²·K), mit Sto-Dämmplatte Top32 0,22, mit einer 035er Platte 0,24, mit STEICOprotect dry 0,27 und mit Multipor TIPwall M4 0,29 W/(m²·K). Dieselbe Aufbauhöhe, fünf Ergebnisse – und nur die ersten drei halten den Höchstwert von 0,24 ein.

Passt dazu

Verwendete Quellen

Alle Verbrauchswerte auf dieser Seite stammen aus diesen Dokumenten. Stand der Seite: 2026/08.