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sackzahl

Beton für Fundamente berechnen: Kubikmeter, Sackzahl und Mischung

Ein Kubikmeter Beton sind je nach Produkt 46 bis 84 Säcke – dieser Rechner nimmt die Ergiebigkeit aus dem Merkblatt des Betons, den du tatsächlich kaufst, und stellt daneben, was dieselbe Menge als Zement, Sand, Kies und Wasser wäre.

Durchlaufender Graben unter Wand oder Mauer. Gerechnet wird die Gesamtlänge aller Streifen.

Alle Streifen zusammengerechnet – bei einem Rechteck also der Umfang.

Üblich ist mindestens die Wanddicke plus beidseitiger Überstand.

Regelwert für eine frostfreie Gründung sind 80 cm bis zur Fundamentunterkante.

Rechnet laufende Meter in Kilogramm um. Wie viel Stahl nötig ist, entscheidet die Statik.

Gegen gewachsenen Boden betoniert läuft Beton in jede Ausbruchstelle der Grabenwand. In sauberer Schalung darf der Zuschlag kleiner sein.

Der dichteste Trockenbeton im Vergleich: 2,2 kg Trockenmörtel je Liter Frischbeton, also rund 74 Säcke für einen Kubikmeter. Deckt als einziger drei Konsistenzklassen ab, von plastisch bis sehr fließfähig.

Reiner Portlandzement mit der höchsten Rohdichte im Vergleich (3,1 kg/dm³) – dadurch bleibt in der Stoffraumrechnung am meisten Platz für die Gesteinskörnung. Das Merkblatt empfiehlt ihn ausdrücklich bis C30/37.

Säcke kaufen310× 30 kgZur Liste ↓

Säcke kaufen

310× 30 kg

SAKRET Trockenbeton TB C25/30 – aber ab dieser Menge ist Transportbeton die realistischere Beschaffung. Siehe Hinweis unter der Liste.

Betonvolumen
4,224
Ohne Zuschlag
3,84
Ergiebigkeit je Sack
13,64l
Säcke je m³
74Stk
Sackware gesamt
9.300kg
Zement
1.309,4kg
Gesteinskörnung
7.836kg
Wasser
760l

Das musst du kaufen

Weg A · Fertigbeton aus dem Sack

Weg B · selbst mischen (statt Weg A, nicht zusätzlich)

Achtung: 310 Säcke sind 9.300 kg, die einzeln aufgerissen, einzeln angemischt und einzeln eingebaut werden wollen – und zwar ohne längere Pause, sonst entsteht mitten im Fundament eine Arbeitsfuge. Ab dieser Größenordnung ist Transportbeton die realistischere Beschaffung. Sackware bleibt sinnvoll, wo kein Fahrmischer hinkommt oder in mehreren Abschnitten mit geplanten Fugen betoniert wird.

Die 760,3 l sind der Gesamtwassergehalt, nicht die Menge aus dem Schlauch. Feuchter Sand bringt Wasser mit: Bei 3 bis 5 M.-% Oberflächenfeuchte auf 7.836 kg Gesteinskörnung bleiben als Zugabewasser nur 368,5 bis 525,3 l übrig. Wer die volle Menge zugibt, verlässt den w/z-Wert von 0,58 – und mit ihm die Festigkeit.

Hintergrund und Datengrundlage

Ab hier steht, woher die Zahlen kommen: der Rechenweg mit deinen Eingaben, die Datentabellen, der Produktvergleich und die Quellen. Für die Einkaufsliste brauchst du das nicht.

So wird gerechnet

Mit deinen Eingaben eingesetzt — jeder Schritt einzeln nachrechenbar.

  1. Volumen (Streifenfundament)3,84 m³

    Länge × Breite × Tiefe

    = 12 m × 0,4 m × 0,8 m

  2. Zuschlag4,224 m³

    Volumen × (1 + Zuschlag)

    = 3,84 m³ × 1,1

  3. Ergiebigkeit laut Merkblatt13,64 l/Sack

    Produkt → l Frischbeton je Sack

    = SAKRET Trockenbeton TB C25/30, 30 kg

    Kennwert: 13,64 l Frischbeton je 30-kg-Sack laut Merkblatt SAKRET Trockenbeton TB C25/30 (30 kg ÷ 2,2 kg/l)

  4. Weg A: Sackzahl310 Säcke à 30 kg

    Volumen in Litern ÷ Ergiebigkeit je Sack

    = 4.224 l ÷ 13,64 l = 309,76

  5. Weg B: Zementgehalt1.309,4 kg

    Wassergehalt ÷ w/z-Wert

    = 180 l/m³ ÷ 0,58 = 310 kg/m³ × 4,224 m³

    Kennwert: w/z 0,58 = Grenzwert 0,60 aus der Expositionsklasse XF1 minus 0,02 betontechnologische Abminderung; Wasseranspruch 180 l/m³ für Sieblinie B16 und plastische Konsistenz. Beides Zement-Merkblatt B 20. 310 kg/m³ liegt über dem Mindestzementgehalt von 280 kg/m³.

  6. Weg B: Gesteinskörnung7.836 kg

    (1.000 dm³ − Zement − Wasser − Luftporen) × Rohdichte

    = (1.000 − 100 − 180 − 20) dm³ × 2,65 kg/dm³ = 1.855 kg/m³

    Kennwert: Stoffraum des Zements = 310 kg ÷ 3,1 kg/dm³. Rohdichte der Körnung 2,65 kg/dm³ (Kiessand/Quarz, Tafel 5 nennt 2,6 bis 2,7).

Wie viele Säcke ein Kubikmeter ist – sechs Merkblätter im Vergleich

Die Faustzahl „ein Kubikmeter sind achtzig Säcke“ stimmt exakt für genau ein Produkt dieser Tabelle. Zwischen dem ergiebigsten und dem sparsamsten Sack liegen 46 gegenüber 84 Säcken für dieselbe Betonmenge – Faktor 1,8.

ProduktFestigkeitsklasseGebindeErgiebigkeit je SackSäcke je m³Trockenmasse je m³Merkblatt
weber.mix 690 FeinbetonC25/3040 kg22,0 l461.840 kgde.weber, 01/2016
Baumit HobbyBetonC25/30 (ÖNORM B 4710-1)30 kg15,0 l672.010 kgbaumit.at, 08/2025
SAKRET Trockenbeton TBC25/3030 kg13,6 l742.220 kgrygol-sakret.de, 11/2025
OTTERFIX BetonC25/3025 kg13,0 l771.925 kgzkw-otterbein.de, 01/2026
Creteo Standard 990 B30C25/3025 kg12,5 l802.000 kgFixit Gruppe, 08/2026
tubag TZB Trass-Zement-BetonC12/15, X025 kg12 bis 16 l63 bis 841.575 bis 2.100 kgtubag/Sievert, 11/2024

SAKRET gibt die Ergiebigkeit umgekehrt an – als Materialverbrauch von ca. 2,2 kg je Liter Frischbeton; 30 kg ÷ 2,2 kg/l ergeben die 13,6 l. Der Wert des älteren SAKRET-Merkblatts (0,43 m³ je Tonne) bestätigt ihn. tubag ist das einzige Merkblatt mit einer Spanne statt einer Zahl; der Rechner setzt den unteren Wert an, weil ein Sack zu viel im Schuppen steht, ein Sack zu wenig aber eine Arbeitsfuge im frischen Fundament bedeutet. Beim Merkblatt von Creteo widersprechen sich Fließtext (C20/25) und Datentabelle (Betongruppe C25/30, ≥ 30 N/mm² nach 28 Tagen); übernommen ist die Datentabelle, weil sie mit der Produktbezeichnung B30 zusammenpasst.

Stoffbedarf für 1 m³ C25/30 – die Mischungsberechnung Schritt für Schritt

Diese Zahlen sind nicht gewählt, sondern gerechnet: aus den Grenzwerten der Expositionsklasse, dem Wasseranspruch der Sieblinie und der Stoffraumgleichung des Zement-Merkblatts. Die Spalte rechts nennt zu jedem Wert den Schritt, aus dem er stammt.

Stoffje m³Woher der Wert kommt
Wassergehalt w180 lTafel 3, Sieblinie B16 und plastische Konsistenz. Die Formel w = 1.200/(k+3) mit k = 3,66 liefert denselben Wert.
Wasserzementwert w/z0,58Grenzwert 0,60 aus XC4/XF1/XA1 (Tafel 2), betontechnologisch um 0,02 abgemindert. Beispiel 5 des Merkblatts kommt für C25/30 mit XC4 und XF1 auf denselben Wert.
Zement z310 kgz = w ÷ (w/z) = 180 ÷ 0,58. Liegt über dem Mindestzementgehalt von 280 kg/m³ aus der Expositionsklasse.
Luftporen20 dm³Auch vollständig verdichteter Beton enthält ca. 2 Vol.-% Verdichtungsporen (Abschnitt 8 des Merkblatts).
Gesteinskörnung 0/161.855 kgStoffraumrechnung: (1.000 − 310/3,1 − 180 − 20) dm³ = 700 dm³, mal 2,65 kg/dm³ für Kiessand (Tafel 5: 2,6 bis 2,7).
davon Sand 0/4ca. 1.002 kg54 % Massenanteil nach der Korngruppenaufteilung des Rechenbeispiels für Sieblinie B16.
davon Kies 4/16ca. 853 kgDie restlichen 46 % derselben Aufteilung.
Zugabewasser87 bis 124 l180 l abzüglich 3 bis 5 M.-% Oberflächenfeuchte auf 1.855 kg Körnung – die Spanne, die das Merkblatt für ein Korngemisch nennt.

Mit einem CEM II statt eines CEM I ändert sich die Gesteinskörnung leicht: Portlandkalkstein- und Portlandkompositzemente haben nach Tafel 4 eine Rohdichte von rund 3,0 statt 3,1 kg/dm³, brauchen bei gleicher Masse also gut 3 dm³ mehr Stoffraum – die Körnung sinkt auf rund 1.846 kg. Der Rechner setzt die Rohdichte des tatsächlich gewählten Zements ein. Wichtig bleibt: Ob die Festigkeit C25/30 bei w/z 0,58 erreicht wird, hängt zusätzlich von der Festigkeitsklasse des Zements ab – ein Wechsel um eine Zementfestigkeitsklasse verändert die Betondruckfestigkeit laut Tafel 7 um 20 bis 25 %. Verbindlich wird das erst über eine Erstprüfung.

Quelle: InformationsZentrum Beton / Verein Deutscher Zementwerke, Zement-Merkblatt Betontechnik B 20: Zusammensetzung von Normalbeton – Mischungsberechnung (Stand 2017-02)

Betonstabstahl: Was ein laufender Meter wiegt

Bewehrung wird nach Metern eingebaut und nach Kilogramm bezahlt. Die Umrechnung ist reine Geometrie – Querschnitt mal Stahldichte – und lässt sich in jeder Zeile nachrechnen.

DurchmesserNennquerschnittMasse je MeterMasse je 10 m
Ø 6 mm28,3 mm²0,222 kg/m2,22 kg
Ø 8 mm50,3 mm²0,395 kg/m3,95 kg
Ø 10 mm78,5 mm²0,617 kg/m6,17 kg
Ø 12 mm113,1 mm²0,888 kg/m8,88 kg
Ø 14 mm153,9 mm²1,208 kg/m12,08 kg
Ø 16 mm201,1 mm²1,578 kg/m15,78 kg

Gerechnet als m = π/4 · d² · 7,85 kg/dm³ – dieselbe Rechnung, aus der die Nennmassen der DIN 488-1 hervorgehen. Wie viele Stäbe in welchem Abstand und mit welcher Übergreifungslänge einzubauen sind, steht in keiner Tabelle, sondern in der Statik; diese Seite rechnet ausschließlich Meter in Kilogramm um.

Quelle: DIN Deutsches Institut für Normung (Normeintrag im Baunormenlexikon), DIN 488-1 Betonstahl – Teil 1: Stahlsorten, Eigenschaften, Kennzeichnung (Stand 2009-08)

Ein Gartenhaus-Fundament, sechs Produkte

Bodenplatte 3,00 × 2,00 m, 12 cm dick, ohne Zuschlag gerechnet: 0,72 m³. Die Betonmenge ist bei allen sechs Produkten identisch – die Zahl der Säcke, die dafür durch den Mischer müssen, unterscheidet sich fast um das Doppelte.

Bezugsfall der Tabelle: Bodenplatte 3,00 × 2,00 m × 12 cm = 0,72 m³, ohne Zuschlag

ProduktErgiebigkeit je SackSäcke je m³Säcke für 0,72 m³Zu schleppenMerkblatt
SAKRETSAKRET Trockenbeton TB C25/3013,64 l74531.590 kg2025-11
OtterbeinOTTERFIX Beton C25/3013 l77561.400 kg2026-01
BaumitBaumit HobbyBeton15 l67481.440 kg2025-08
Saint-Gobain Weberweber.mix 690 Feinbeton C25/3022 l46331.320 kg2016-01
KreiselCreteo Standard 990 B30 Trockenbeton C25/3012,5 l80581.450 kg2026-08
tubagtubag TZB Trass-Zement-Beton C12/1512 l84601.500 kg2024-11

Alle Werte stammen aus den verlinkten technischen Merkblättern der Hersteller. Die Spalte „Merkblatt“ nennt den Stand des jeweiligen Dokuments.

Warum die Sackzahl je Kubikmeter zwischen 46 und 84 schwankt

Trockenbeton wird nach Gewicht verkauft und nach Volumen gebraucht. Dazwischen steht die Ergiebigkeit: wie viel Liter Frischbeton aus einem Sack werden. Sie hängt am Größtkorn, an der Kornabstufung und an der Rohdichte der Gesteinskörnung – und sie steht in jedem Merkblatt, nur unter drei verschiedenen Namen: „Ergiebigkeit“, „Materialverbrauch“ oder schlicht „Verbrauch“.

Die Spanne über die sechs hier hinterlegten Produkte ist erheblich. weber.mix 690 macht aus einem 40-kg-Sack 22 Liter, Creteo Standard 990 B30 aus 25 kg genau 12,5 Liter. Auf den Kubikmeter gerechnet sind das 46 gegenüber 80 Säcken. Die oft zitierte Faustzahl „ein Kubikmeter sind achtzig Säcke“ ist also keine Erfindung – sie stimmt exakt für Creteo und für kein anderes Produkt dieser Tabelle.

Interessanter als die Sackzahl ist die Masse, die daraus folgt. Für einen Kubikmeter sind es bei weber.mix 690 rund 1.840 kg Trockenmörtel, bei SAKRET TB rund 2.220 kg. Der Unterschied ist keine Marketingfrage, sondern eine Dichtefrage: SAKRET gibt seinen Bedarf ausdrücklich als 2,2 kg je Liter fertigem Frischbeton an, weber rechnet mit einem feineren Größtkorn von 5 mm.

Ein Merkblatt im Vergleich nennt gar keine Zahl: tubag gibt für den TZB eine Spanne von 12 bis 16 Litern je 25-kg-Sack an. Der Rechner setzt den unteren Wert an, also die vorsichtige Seite – und schreibt das im Rechenweg dazu. Ein Sack zu viel steht danach ungeöffnet im Schuppen, ein Sack zu wenig heißt Arbeitsfuge im frisch betonierten Fundament.

C25/30 oder C12/15 – was ein Fundament wirklich brauchtDie Festigkeitsklasse eines Fundamentbetons ergibt sich nicht aus der Last allein, sondern aus zwei Anforderungen nebeneinander: der Statik und den Expositionskla…

Die Festigkeitsklasse eines Fundamentbetons ergibt sich nicht aus der Last allein, sondern aus zwei Anforderungen nebeneinander: der Statik und den Expositionsklassen. Gründungsbauteile stehen in der Expositionsklassen-Tabelle namentlich unter XC2 – „nass, selten trocken“. Wo der Frost hinkommt, und an der Oberkante eines Fundaments kommt er hin, gilt zusätzlich XF1. XC2 allein verlangt nur C16/20, XF1 dagegen mindestens C25/30, einen Wasserzementwert von höchstens 0,60 und mindestens 280 kg Zement je Kubikmeter – und die schärfere Anforderung ist die maßgebende.

Damit erklärt sich, warum fünf der sechs hinterlegten Betone C25/30 sind und der sechste aus der Reihe fällt. tubag TZB ist ein C12/15 der Expositionsklasse X0 – „kein Korrosions- oder Angriffsrisiko“. X0 gilt für unbewehrte Bauteile ohne Frostangriff. Für Bordsteine, Palisaden und Zaunpfosten ist der TZB genau richtig und wegen des reduzierten Zementgehalts auch die sparsamere Wahl; unter einer tragenden Wand hat er nichts verloren.

Wählst du im Rechner einen Beton unterhalb von C25/30, sagt er das ausdrücklich. Was er nicht kann: entscheiden, ob dein Bauteil tragend ist. Fundament für Gartenhaus, Carport, Terrassenüberdachung oder Mauer heißt tragendes Bauteil – und tragende Bauteile bemisst ein Tragwerksplaner, nicht ein Rechner.

Selbst mischen: die Mischungsberechnung des Zement-MerkblattsIm Netz kursiert für C25/30 die Rezeptur „300 kg Zement, 680 kg Sand, 1.200 kg Kies, 150 l Wasser“. Sie ist nicht falsch gedacht, aber sie geht nicht auf: Rechnet…

Im Netz kursiert für C25/30 die Rezeptur „300 kg Zement, 680 kg Sand, 1.200 kg Kies, 150 l Wasser“. Sie ist nicht falsch gedacht, aber sie geht nicht auf: Rechnet man ihre Stoffräume zusammen – Zement durch 3,1, Wasser durch 1,0, Körnung durch 2,65, dazu 20 dm³ Luftporen – kommt man auf rund 976 statt 1.000 dm³. Die Mischung liefert also knapp 98 Prozent des Kubikmeters, mit dem man gerechnet hat.

Das Zement-Merkblatt geht denselben Weg, aber vollständig. Sein Ergebnis für einen Fundamentbeton in plastischer Konsistenz mit Kiessand 0/16: 310 kg Zement, 1.855 kg Gesteinskörnung, 180 l Wasser. Jeder dieser Werte folgt aus dem vorherigen, keiner ist geschätzt:

  1. Grenzwerte feststellen. Aus XC2 und XF1 ergeben sich max. w/z 0,60, min. 280 kg Zement je m³ und mindestens C25/30.
  2. w/z-Wert abmindern. Der Wert aus der Expositionsklasse wird betontechnologisch um 0,02 bis 0,05 abgemindert – gewählt 0,02, also w/z = 0,58.
  3. Wasseranspruch ablesen. Für Sieblinie B16 und plastische Konsistenz nennt die Tabelle 180 l/m³; die zugehörige Formel w = 1.200/(k+3) mit k = 3,66 bestätigt den Wert.
  4. Zementgehalt ausrechnen. z = w ÷ (w/z) = 180 ÷ 0,58 = 310 kg/m³. Das liegt über dem Mindestzementgehalt von 280 kg/m³ – die Anforderung ist erfüllt.
  5. Stoffraum schließen. Von 1.000 dm³ gehen ab: 100 dm³ Zement (310 ÷ 3,1), 180 dm³ Wasser, 20 dm³ Luftporen. Die verbleibenden 700 dm³ mal 2,65 kg/dm³ ergeben 1.855 kg Gesteinskörnung.
  6. Zugabewasser korrigieren. Die 180 l sind der Gesamtwassergehalt. Feuchter Sand bringt bei 3 bis 5 M.-% Oberflächenfeuchte 56 bis 93 l davon schon mit – aus dem Schlauch kommen dann nur noch 87 bis 124 l.

Der letzte Schritt ist der, an dem Selbstmischer scheitern. Wer die vollen 180 Liter zugibt, obwohl der Sand vom Hof feucht ist, landet schnell bei einem w/z-Wert über 0,70 – und mit dem Wasser geht die Festigkeit. Zehn Liter Wasser zu viel je Kubikmeter kosten nach den Erfahrungswerten des Merkblatts rund 3,5 N/mm² Druckfestigkeit. Genau deshalb schreiben die Merkblätter der Fertigbetone die Wassermenge je Sack vor und verbieten das Nachverdünnen ausdrücklich.

Und noch eine Einschränkung, die zur Ehrlichkeit gehört: Selbst gemischter Beton ist kein Beton nach Norm. Die Norm verlangt dafür eine Erstprüfung, eine Produktionskontrolle und den Nachweis, dass die Zielfestigkeit auch erreicht wird – zu welchem w/z-Wert eine bestimmte Zementfestigkeitsklasse welche Betondruckfestigkeit liefert, liest das Merkblatt aus Diagrammen ab, die hier nicht als Zahlenwerte vorliegen. Ein Wechsel um eine Zementfestigkeitsklasse verändert die Betondruckfestigkeit um 20 bis 25 %. Für ein Zaunfundament ist das verkraftbar, für ein bewehrtes Streifenfundament nicht.

Sackware, Selbstmischen oder Fahrmischer – und warum hier keine Preisgrenze stehtZu dieser Frage kursiert überall eine Zahl: „ab einem Kubikmeter lohnt sich Transportbeton“. Eine belastbare Quelle dafür gibt es nicht, und deshalb steht hier ke…

Zu dieser Frage kursiert überall eine Zahl: „ab einem Kubikmeter lohnt sich Transportbeton“. Eine belastbare Quelle dafür gibt es nicht, und deshalb steht hier keine. Der Preis eines Kubikmeters Transportbeton hängt am Tagespreis des Lieferwerks, an der Entfernung, an der Mindestabnahmemenge und an Standzeiten des Fahrmischers – lauter Größen, die sich zwischen zwei Landkreisen und zwei Wochen unterscheiden.

Was sich dagegen rechnen lässt, ist der Aufwand. Ein Kubikmeter sind je nach Produkt 46 bis 84 Säcke und rund 1.800 bis 2.200 kg, die vom Palettenstapel zum Mischer, vom Mischer in die Schubkarre und aus der Schubkarre in den Graben müssen. Jeder Sack ist ein eigener Mischgang. Deshalb warnt der Rechner ab etwa 40 Säcken – nicht weil Sackware dann teurer wäre, sondern weil sie an diesem Punkt zur Tagesaufgabe für mehrere Personen wird.

  • Sackware ist unschlagbar, wo kein Fahrmischer hinkommt, wo in Abschnitten mit geplanten Fugen betoniert wird und bei Mengen, die man in ein bis zwei Stunden einbaut – Zaunpfosten, Wäschespinne, ein einzelnes Punktfundament.
  • Selbst mischen aus Zement, Sand und Kies lohnt sich, wenn ohnehin Schüttgut auf der Baustelle liegt und ein Zwangsmischer da ist. Es ist die aufwendigste, aber auch die einzige Variante, bei der man die Zusammensetzung selbst in der Hand hat.
  • Transportbeton hat einen Vorteil, den keine der beiden anderen Varianten bieten kann: Das Bauteil entsteht in einem Guss, ohne Arbeitsfuge. Bei einem durchlaufenden Streifenfundament oder einer Bodenplatte ist das kein Komfort, sondern ein Qualitätsmerkmal.

Ein praktischer Zwischenweg, den die Merkblätter selbst nennen: Mehrere der hier hinterlegten Betone sind auch lose im Silo lieferbar – SAKRET TB als Tonne im Silo, tubag TZB lose, Creteo als Silo mit angeflanschter Mischpumpe. Damit entfällt das Sackschleppen, ohne dass man an die Mindestabnahmemenge und den Zeitdruck eines Fahrmischers gebunden ist.

Betonmenge für ein Fundament ermitteln

Vom Volumen über den Zuschlag zur Sackzahl – und alternativ zur Mischung aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser nach der Mischungsberechnung des Zement-Merkblatts.

Was du dafür brauchst

  • Zollstock oder Maßband
  • Technisches Merkblatt des gewählten Betons
  1. 1

    Volumen bestimmen

    Streifenfundament: Gesamtlänge × Breite × Tiefe. Punktfundament: Anzahl × Grundfläche × Tiefe, rund also π × r². Bodenplatte: Länge × Breite × Dicke. Alle Maße in Metern, damit direkt Kubikmeter herauskommen.

  2. 2

    Zuschlag für den Aushub aufschlagen

    Gegen gewachsenen Boden betoniert läuft Beton in jede Ausbruchstelle. Zehn Prozent sind ein üblicher Ansatz; in sauberer Schalung darf der Zuschlag kleiner ausfallen.

  3. 3

    Ergiebigkeit im Merkblatt nachschlagen

    Der Wert steht je nach Hersteller als „Ergiebigkeit“, „Materialverbrauch“ oder „Verbrauch“ im Merkblatt – zwischen 12,5 und 22 Litern je Sack. Nur mit dieser Zahl wird aus dem Volumen eine Sackzahl.

  4. 4

    Sackzahl ausrechnen

    Volumen in Litern geteilt durch die Liter je Sack, aufgerundet auf ganze Säcke. Ein angebrochener Sack lässt sich nicht zurückgeben, ein ungeöffneter fast immer.

  5. 5

    Alternativ: Mischung nach Stoffraumrechnung

    Für 1 m³ C25/30 in plastischer Konsistenz: 310 kg Zement, 1.855 kg Gesteinskörnung 0/16 und 180 l Wasser. Der Zementgehalt folgt aus dem Wasseranspruch und dem Wasserzementwert 0,58, die Körnung aus dem verbleibenden Stoffraum.

  6. 6

    Zugabewasser um die Oberflächenfeuchte kürzen

    Die 180 l sind der Gesamtwassergehalt. Feuchte Gesteinskörnung bringt bei 3 bis 5 M.-% Oberflächenfeuchte 56 bis 93 l davon mit; nur der Rest kommt aus dem Schlauch. Wer die volle Menge zugibt, verlässt den Wasserzementwert.

Typische Fehler bei der Mengenermittlung

  1. 1

    Mit einer pauschalen Sackzahl je Kubikmeter rechnen

    „Achtzig Säcke je Kubikmeter“ stimmt für Creteo Standard 990 B30 auf die Kommastelle und für weber.mix 690 überhaupt nicht – dort sind es 46. Wer mit dem falschen Wert einkauft, steht bei 0,72 m³ Bodenplatte mit 25 Säcken zu viel oder zu wenig da. Die Ergiebigkeit steht auf jedem Merkblatt; sie ist die einzige Zahl, die man wirklich braucht.

  2. 2

    Den Aushub wie eine Schalung behandeln

    Gegen gewachsenen Boden betoniert läuft Beton in jede Ausbruchstelle der Grabenwand, und beim Aushub mit dem Bagger ist der Graben regelmäßig einige Zentimeter breiter als geplant. Fünf Zentimeter Mehrbreite auf zwölf Metern Streifenfundament sind bereits ein halber Kubikmeter. Deshalb ist der Zuschlag hier kein Verschnitt, sondern der Teil, der im Boden verschwindet.

  3. 3

    Angesteiften Beton mit Wasser wieder geschmeidig machen

    SAKRET schreibt beides wörtlich ins Merkblatt: Bereits abbindendes Material darf nicht mit Wasser nachverdünnt werden, und eine Erhöhung der Wasserzugabe führt dazu, dass die angegebenen Expositionsklassen und Festigkeiten nicht mehr eingehalten werden. Die Erfahrungswerte des Zement-Merkblatts beziffern es: Zehn Liter Wasser je Kubikmeter zu viel kosten rund 3,5 N/mm² Druckfestigkeit. Lieber kleinere Portionen anmischen.

  4. 4

    Die Bewehrung in den Graben legen statt auf Abstandhalter

    Stahl, der auf dem Erdreich aufliegt, hat an dieser Seite keine Betondeckung. Er rostet, der Rost treibt, und die Betondeckung platzt ab. SAKRET fordert deshalb ausdrücklich Abstandhalter für eine ausreichende Überdeckung der Bewehrung, Creteo verlangt Maßnahmen, die eine Mindestbetondeckung gewährleisten. Darunter gehört eine Sauberkeitsschicht, damit der frische Beton nicht in den Boden entwässert.

  5. 5

    Ein durchlaufendes Fundament in Etappen betonieren

    Genau dazu zwingt Sackware ab einer bestimmten Menge: Nach dem zwanzigsten Sack ist Pause, und wo die Pause war, ist eine Arbeitsfuge. Bei einem Streifenfundament oder einer Bodenplatte gehört diese Fuge geplant und bewehrt – oder man betoniert die Menge in einem Guss, dann aber nicht aus Säcken.

Häufige Fragen

Wie viele Säcke Beton brauche ich für 1 m³?

Das hängt am Produkt, nicht an der Menge: 46 Säcke à 40 kg bei weber.mix 690, 67 à 30 kg bei Baumit HobbyBeton, 74 à 30 kg bei SAKRET TB, 77 à 25 kg bei OTTERFIX, 80 à 25 kg bei Creteo Standard 990 B30. Die Faustzahl „achtzig Säcke“ stimmt also genau für ein Produkt. Maßgeblich ist die Ergiebigkeit auf dem Merkblatt: 1.000 Liter geteilt durch die Liter je Sack.

Wie berechne ich die Betonmenge für ein Streifenfundament?

Gesamtlänge × Breite × Tiefe. Für ein Gartenhaus mit 12 m Umfang, 40 cm breitem und 80 cm tiefem Streifen sind das 12 × 0,40 × 0,80 = 3,84 m³. Mit zehn Prozent Zuschlag für den nicht maßhaltigen Graben werden daraus 4,22 m³ – und damit rund 310 Säcke SAKRET TB. Bei dieser Größenordnung ist Transportbeton die realistischere Beschaffung.

Wie viel Zement, Sand und Kies brauche ich für 1 m³ Beton?

Nach der Mischungsberechnung des Zement-Merkblatts für C25/30 in plastischer Konsistenz mit Kiessand 0/16: 310 kg Zement, 1.855 kg Gesteinskörnung – davon rund 1.002 kg Sand 0/4 und 853 kg Kies 4/16 – und 180 l Wasser. Achtung beim Wasser: Das ist der Gesamtwassergehalt. Ist der Sand feucht, bringt er 56 bis 93 l davon schon mit, aus dem Schlauch kommen dann nur 87 bis 124 l.

Wie tief muss ein Fundament sein?

Als Regelwert für eine frostfreie Gründung gelten in Deutschland 80 cm bis zur Fundamentunterkante. In Mittelgebirgs- und Alpenlagen liegt die Frosteindringtiefe höher; verbindlich sind das Bodengutachten und die Auskunft des Bauamts. Die 80 cm sind eine Frostgrenze, keine statische Bemessung – wie tief und wie breit das Fundament tragen muss, hängt an Baugrund und Last.

Welche Betonfestigkeitsklasse brauche ich für ein Fundament?

Für ein Gründungsbauteil im Erdreich sind XC2 und, wo der Frost hinkommt, XF1 maßgebend. XF1 verlangt mindestens C25/30, einen Wasserzementwert von höchstens 0,60 und mindestens 280 kg Zement je m³. C12/15 der Expositionsklasse X0 – wie beim tubag TZB – ist etwas anderes: unbewehrte Bauteile ohne Frostangriff, also Zaunpfosten und Palisaden, nicht das Fundament unter einer Wand.

Wie viel Beton brauche ich für ein Punktfundament?

Beim runden Loch π × r² × Tiefe, beim eckigen Breite × Länge × Tiefe, jeweils mal der Anzahl. Ein rundes Punktfundament mit 30 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe fasst 0,057 m³; sechs davon sind 0,34 m³. Das sind je nach Produkt 16 Säcke weber.mix 690 bis 29 Säcke tubag TZB – eine Menge, die man an einem Vormittag von Hand schafft.

Wie viel Beton brauche ich für eine Bodenplatte?

Länge mal Breite mal Dicke, und die Dicke ist die Zahl, an der die meisten sparen: Eine Bodenplatte für eine Garage oder ein Gartenhaus liegt üblicherweise bei 15 bis 20 cm. 6 × 4 m bei 15 cm sind 3,6 m³, bei 20 cm schon 4,8 m³ – ein Drittel mehr Material für 5 cm. Wichtiger als die Menge ist aber, was der Rechner an dieser Stelle als Hinweis ausgibt: Eine Bodenplatte allein ist keine frostfreie Gründung. Wo sie ein Bauwerk trägt, braucht sie ringsum eine Frostschürze oder einen frostsicheren Aufbau darunter, sonst hebt der Frost sie an den Rändern an und die Platte reißt.

Wie viel wiegt ein Kubikmeter Beton?

Rund 2,3 bis 2,4 Tonnen. Das ergibt sich aus der Mischung selbst und nicht aus einer Faustzahl: Bei einer Rohdichte der Gesteinskörnung von 2,65 kg/dm³ (Kiessand/Quarz, das Zement-Merkblatt B 20 nennt in Tafel 5 einen Bereich von 2,6 bis 2,7) kommen auf einen Kubikmeter grob 300 kg Zement, rund 1.900 kg Gesteinskörnung und 180 Liter Wasser. Praktisch heißt das: Ein 4-m³-Fundament sind knapp zehn Tonnen, die irgendwie an die Baustelle und in die Schalung müssen – und in Säcken zu 25 oder 30 kg sind das mehrere hundert Stück, die einzeln aufgerissen und angemischt werden.

Lohnt sich Transportbeton oder Sackware?

Eine belastbare Preisgrenze gibt es nicht, weil der Kubikmeterpreis am Tagespreis des Werks, an der Entfernung, an der Mindestabnahme und an Standzeiten hängt. Rechnen lässt sich der Aufwand: Ein Kubikmeter sind 46 bis 84 Säcke und rund zwei Tonnen, jeder Sack ein eigener Mischgang. Dazu kommt ein Qualitätsargument: Aus dem Fahrmischer entsteht das Bauteil in einem Guss, ohne Arbeitsfuge.

Kann ich Beton für ein Fundament von Hand mischen?

Für kleine Mengen ja – mehrere Merkblätter nennen die Handverarbeitung ausdrücklich, tubag empfiehlt dabei, nie mehr als ein Gebinde auf einmal anzumischen. Zwei Dinge sind dabei unverhandelbar: die auf dem Sack angegebene Wassermenge einhalten und den eingebauten Beton verdichten, also stochern, stampfen oder rütteln. Ohne Verdichtung bleiben Hohlräume, und die kosten mehr Festigkeit als jede Produktwahl bringt.

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Verwendete Quellen

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